Magnesium ist eines der meistgekauften Nahrungsergänzungsmittel — aber nicht jede Form ist gleich. Als Fachärztin werde ich regelmäßig gefragt: Welches Magnesium soll ich nehmen? Hier ist mein Überblick.
Warum die Form einen Unterschied machen kann
Magnesium kommt in verschiedenen Verbindungen vor. Die Form beeinflusst, wie gut das Mineral im Darm aufgenommen werden kann — das nennt sich Bioverfügbarkeit.
Die häufigsten Formen im Überblick
- Magnesiumoxid — am häufigsten in günstigen Produkten zu finden, gilt als weniger gut bioverfügbar
- Magnesiumcitrat — gut wasserlöslich und gut verfügbar; besonders empfohlen bei Muskelkrämpfen, z.B. nach dem Sport
- Magnesiumbisglycinat — an die Aminosäure Glycin gebunden; hat die höchste Bioverfügbarkeit, gilt als besonders magenfreundlich, wirkt stressabbauend, schlaffördernd und beruhigt das Nervensystem
- Magnesiummalat — an Äpfelsäure gebunden, gut verträglich und gut verfügbar; unterstützt die Energieproduktion
Worauf ich persönlich achte
Bei der Wahl eines Magnesiumpräparats schaue ich auf die Form, die Dosierung und die Verträglichkeit. Bisglycinat und Citrat sind die Formen, die ich am häufigsten empfehle.
Doc. Katharina's Fazit
Nicht das teuerste Produkt ist automatisch das beste — aber ein Blick auf die enthaltene Magnesiumform lohnt sich. Da die verschiedenen Magnesiumformen unterschiedliche Wirkungen haben, empfehle ich einen sinnvollen Magnesiumkomplex. Bei Unsicherheiten empfehle ich immer, das mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
